Březník (Pürstling)

Březník (Pürstling) befindet sich am Nord-Rand des Luzenské-Tals (Lusen-Tals) oberhalb des Zusammenflusses der Bäche Luzenský und Modravský. Dieser Ort ist einer der regenreichsten und kältesten Böhmens (langfristige durchschnittliche Niederschlagsmenge: 1522 mm, im Jahre 1922 sogar 2132 mm).

Die Entstehung des Gutes ist mit der Waldwirtschaft eng verbunden, die Fürst Schwarzenberg nach seinem Kauf des Herrschaftsguts von Prášily hier eingeführt hatte. Im Jahr 1804 richtete der Oberförster Janovský zusätzlich zu den vier ursprünglichen Waldrevieren Prášily (Stubenbach), Nová Studnice, Schätzův les (Schätzelwald) und Modrava (Mader) ein neues Revier mit dem Namen Pürstling (tschechisch Březník) ein. In dieser Zeit wurde am Březník ein neues Forst- und Heger-Haus aus Holz, das 1856 durch ein steinernes Haus ersetzt wurde, erbaut. Das Schwarzenbergsche Forsthaus war bis 1951 bewohnt. Zur Zeit der Ersten Republik bot sie Unterkunft (13 Betten), hatte eine köstliche Küche und schenkte das begehrte Protivín-Bier aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Forsthaus im Zusammenhang mit dem Errichten des „Eisernen Vorhangs” zum Sitz einer Grenzschutzeinheit. In den 1970er Jahren wurde westlich von Březník eine neue Grenzschutzeinheit aufgestellt und das Forsthaus Březník verfiel dann bis 1998. In den Jahren 1998-2001 erfolgte eine umfangreiche Rekonstruktion des Gebäudes. Nach Abschluss der Arbeiten wurde im Forsthaus eine Dauerausstellung mit Arbeiten von Karel Klostermann eröffnet, sowie ein Informationszentrum und Kiosk in Betrieb genommen. Seit dem Jahr 2014 ist es wieder geschlossen.

Das Schwarzenbergsche Forsthaus in Březník ist der Wohnsitz des Reviermeisters Kořán, einer der Protagonisten des bekanntesten und schönsten Klostermann-Romans „Aus der Welt der Waldeinsamkeiten“.

Von Březník aus hat man eine der schönsten Böhmerwald-Aussichten in das breite Tal des Luzenský-Baches mit den Grenzbergen Malá und Velká Mokrůvka, Hraniční hora, Špičník und zum auf der bayerischen Seite der Grenze liegenden majestätischen Lusen (1375 m ü. M.)

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