5 – Buchet, Buchwald – Grenze und Handel

Das Dorf Buchet, bzw. Buchwald wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in unmittelbarer Nähe der Landesgrenze, zwischen dem Tschechischen Königreich und dem benachbarten Bayern, gegründet. Die ersten Bewohner waren vor allem Holzfäller. Das Dorf wurde auf den Herrengrundstücken des Hofes Gross-Zdikau erbaut. Im Jahre 1820 gab es hier bereits 15 Häuser. Gerade durch den grenzenden Buchwald wurden am Ende des 18. Jahrhundert lange Zeit mehrere Außergefilder Hinterglasmalereien zu ihren Kunden im Süden – Bayern und Österreich, gefahren. Seit dem Mittelalter führte hierdurch ebenfalls der Bergreichensteiner Zweig des Goldsteigs. Es handelte sich um eine wichtige Handelsroute, über welche das Alpensalz nach Böhmen importiert wurde. Aus Böhmen wurde zum Beispiel das hochwertige tschechische Glas exportiert. Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung ereilte das Dorf das gleiche Schicksal, wie die überwiegende Mehrheit der Dörfer, welche in der Nähe von der Staatsgrenze lagen.

 

 


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