8 – Pfad der Grenzwache

Ždánov

Am Südfuße des Berges Ždánov auf einer Höhe von etwa 940 Metern über dem Meeresspiegel befand sich eine Gemeinde mit gleichem Namen. Sie hatte mehrere Gebietsteile, die wichtigsten waren: Přední Ždánov, hinter dieser nordwestlich Zadní Ždánov und ein Bauernhof Peklo.

Das Dorf Ždánov war im Rahmen der s. g. außeren Kolonisation im Mittelalter gegründet worden. Der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt. Es entstand als ein Dorf für Bergleute und Waldarbeiter, vor allem wegen der Goldförderung auf dem Berg Ždánov. Deswegen wurde es in der Nähe von Schächten erbaut. Man weiß, dass Zadní Ždánov aus acht und Přední Ždánov aus sieben Hausnummern bestand. Im Jahre 1840 hatte Ždánov 14 Hausnummern mit 109 Einwohnern. Dieses gehörte zur Pfarrei in Bergreichenstein.

Sieben Hausnummern von Ždánov gehörten zum Großbauernhof Žichovice im Besitz von Johann Friedrich dem Fürsten aus Lamberg, so Schaller (1786). Ein weiterer Teil des Dorfes zusammen mit Pohorsko, Ostružno und Nezdice gehörte der Stadt Bergreichenstein.

Das Dorf wurde meistens von einem Schuster, dessen Arbeit die Schuhreparatur war, bewohnt. Bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts existierte hier eine Kneipe V Předpeklí mit Bier- und Tabakverkauf.

In der neusten Geschichte begleitete das Unglück das Dorf Ždánov. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es mit einer Tuberkuloseepidemie betroffen, auf deren Folge mehrere Leute starben. Das weitere Unglück passierte dann gerade nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und zwar der Tod von fünf Kindern, die beim Spielen mit gefundener Munition ums Leben kamen.

Am 29. 6. 1945 sollte sich die Mehrheit der Einwohner aus Ždánov im Versammlungszentrum Dlouhá Ves melden, woraufhin sie mit dem Zug nach Bayern vetrieben wurden. Es geschah als Folge der Ereignisse, die mit dem Verfall der Tschechoslowakei am Ende der 30er Jahre zusammenhingen und aufgrund desVerhaltens einer nicht kleinen Gruppe von tschechischen Deutschen im zweiten Weltkrieg.
Der Anblick auf dem Dorf Ždánov – Zosum von der Hälfte des 20. Jahrhunderts
Podle Schallera (1786) patřilo 7 popisných čísel Ždánova k velkostatku Žichovice – v držení Johanna Friedricha knížete z Lambergu. Další část spolu s Pohorskem, Ostružnem a Nezdicemi patřila městu Kašperské Hory. Ve vesnici žil po většinu času jeden švec, který se živil spravováním obuvi. Do 20.let 20.století zde existovala hospoda V  Předpeklí s prodejem lahvového piva a tabáku.

V moderních dějinách provázela Ždánov smůla. Ve 20.letech 20.století byl postižen epidemií tuberkluozy, na kterou několik lidí zemřelo. Dalším neštěstím pak byla těsně po 2.světové válce smrt pěti dětí, které přišly o život při hře s nalezenou municí.

Dne 29. 6. 1945 se většina ždánovských obyvatel měla hlásit ve shromažďovacím středisku Dlouhá ves, načež byli odsunuti po železnici do Bavorska. Stalo se tak vzhledem k událostem spojeným se zánikem Československa na konci 30.let a kvůli chování nemalé části českých Němců za druhé světové války.

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